Mein Glas ist noch halb voll!

Oder ist es halb leer?

„Ist doch egal“, denkst du vielleicht, „ beides meint doch das Gleiche“.

Stimmt. Die enthaltene Flüssigkeitsmenge ist identisch. Aber trotzdem gibt es einen gravierenden Unterschied. Die erste Aussage hat im Blick was ich habe, die zweite Aussage bezieht sich auf das was mir fehlt. Und das macht eine Menge aus.

Wenn ich ständig nach dem Ausschau halte, was andere haben und ich nicht oder was ich gerne mehr oder anders hätte, dann machen mich solche Gedanken neidisch auf andere und unzufrieden mit dem eigenen Leben.

Die Werbung nutzt solche Gedanken: Mein Haus, Mein Auto. Mein Boot. Mein …..! Und so bin ich ständig auf der Jagd nach mehr. Gehetzt und unglücklich.

Anders sieht es aus, wenn ich auf das schaue, was ich habe. Ich habe ein Dach über dem Kopf, ein warmes Zuhause, genügend zu essen, kann morgens aufstehen und zur Schule oder Arbeit gehen. Und das sind nur die Basics. Ich besitze so viel mehr.

Außerdem gibt es so viel Immaterielles: Familie, Freunde, Jahreszeiten, Sonnenauf- und untergänge, in der Sonne glitzernder Neuschnee, schöne Landschaften und, und, und…

Wahrzunehmen was ich habe, macht mich dankbar und froh. Ich muss es nur bewusst tun, z. B. abends noch einmal den Tag überdenken, mir noch einmal die guten Dinge und schönen Ereignisse in Erinnerung rufen und dafür danken.

Die Bibel sagt:

Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewig.

Psalm 107,1

Autorin: Waltrud