Manchmal wird einem im Leben alles zu viel. Da kommen alle möglichen Umstände zusammen, dass man/frau an seine/ihre Grenzen kommt und nicht mehr weiterweiß.

Bei mir ist es zurzeit so. Gefühlt laufe ichauf dem Zahnfleisch, gefühlt wollen alle etwas von mir, die Hausarbeit wächst mit über den Kopf und dann schlafe ich auch noch seit Tagen schlecht, weil die pseudo-kranken Kinder nur und ausschließlich in meinen Armen in Frieden schlafen können. Von meinen andauernden Hals- und Ohrenschmerzen brauche ich gar nicht erst anzufangen…

Heute auf dem Heimweg von der Arbeit zum Kindergarten habe ich Gott einfach mal mein Leid geklagt und gebetet, dass er bitte irgendwas tun soll. Leider ist nicht direkt das Flugticket für den Urlaub in mein Auto gesegelt, mit dem ich alles hätte hinter mir lassen können. Und wirklich besser geht mir jetzt auch immer noch nicht.

Und doch fühle ich mich etwas besser. Ich weiß, dass ich nicht alleine bin und Er, mein Vater im Himmel, mir zuhört und mich tröstet.

Und dann habe ich weiter nachgedacht, dass Jesus Christus in der Passionszeit, der Zeit vor Ostern, sicher auch viele sorgenvolle und ängstliche Gedanken hatte. Er wusste, was auf ihn zukommen würde, dass es den bitteren Verrat seines Freundes geben würde, die Festnahme, der Prozess, die Volksmenge, die ihn sterben sehen will… Und am Ende sein Tod.

Wie schlecht geht es mir wirklich, wenn ich daran denke? Ich werde still und demütig und sage „Danke“. Ein Danke für die Hoffnung, die mit dem Tod einhergeht. Eine Hoffnung auf neues Leben. Denn Jesus ist gestorben. Aber nicht ohne Sinn. Durch seinen Tod konnte Gott ihn wieder auferwecken. Und damit beginnt alles von vorne: im Glauben an Jesus Christus, den Auferstandenen kann ich bei Gott Frieden finden in all meiner Unruhe und Überforderung. Denn Er versteht mich in meinen Sorgen und sagt:

Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Denn das Joch, das ich auferlege, drückt nicht, und die Last, die ich zu tragen gebe, ist leicht.

Matthäus, 11,28-30

 

Autorin: Andrea