Pfingsten, das bedeutet „drei Tage frei“.
Wer in unserer Zeit mit Ostern und Weihnachten schon nicht so viel anfangen kann, für den ist das Pfingstfest wohl eher eine Art Frühlingsfest. Alles blüht und jeder fühlt sich gleich besser nach den dunklen Monaten, weil man sich die Sonne auf den Bauch und ins Herz scheinen lässt.
Und tatsächlich, das Geschehen, um das es an Pfingsten geht – nachzulesen in der Apostelgeschichte im zweiten Kapitel – hat etwas von einem Frühlingsfest, wenn man das als ein Bild sehen will. Stellen wir es uns einmal so vor: Bei Gott ist das Licht. Deshalb ist überall da, wo Gott nicht ist, Dunkelheit. Dunkelheit ist nichts anderes als die Abwesenheit von Licht. Die Bibel beschreibt den Menschen als jemanden, der sich von Gott abgewendet hat. Wenn Gott das Licht ist und man ohne Gott lebt, lebt man also in der Dunkelheit. Hier geht es nicht um Moral, sondern um Beziehung. Man kann auch in der Dunkelheit moralisch anständig leben.
Aber es ist halt dunkel. Gott wollte aber nicht, dass wir als Menschen im Dunkeln bleiben. Er wollte, dass die Beziehung zu ihm wieder möglich ist, dass der Mensch sich Gott wieder zuwenden kann. Deshalb kam die Geschichte mit Weihnachten, Jesus in der Krippe und dann Kreuz mit dem Ostern. Jesus ist die Verbindung zwischen Gott und Mensch. Und Gottes Plan war es, dass jeder das auch wissen kann, dass er mit Gott verbunden ist. So wie man es merkt, wenn die dunkle Zeit vorbei ist und die Sonne wieder scheint. Deshalb hat Gott mit dem Heiligen Geist sein Licht gegeben. Das scheint zwar nicht auf unseren Bauch aber in unserem Herzen, weil wir wissen können, dass wir durch Jesus mit Gott verbunden sind. Die Beziehung zu Gott ist wieder da und wir können im Licht leben, das Leben gestalten, verantwortlich handeln, darin auch versagen, wieder aufstehen und weitermachen.
Die Beziehung zu Gott ist nicht mehr gefährdet. Daran erinnern wir uns an Pfingsten, dass Gott mit seinem Licht in uns wohnt und uns zeigt, wir sind mit ihm verbunden.

Autor: André